
Mein erster Eigenbau-Schmelzofen war ein Ofen nach dem Coffee-Can Schema. Ich habe zwei handelsübliche Suppendosen übereinander gestapelt und mit Feuerfestem Mörtel soweit ausgefüllt, dass ein Stahlrohr Tiegel hineinpasste. Im unterem Bereich gab es eine Öffnung, vor die ein Kartuschenbrenner Gestellt werden konnte. Zum schmelzen einer Füllung Aluminium war allerdings auch schon eine Kartusche einzuplanen.
Nach dem Flammkaffee habe ich es mit einem Elektro-Schmelzofen in klassischer Blumentopf-Bauweise versucht. Wegen mangelnder Leistung, geringer Deckelisolation, vieler neugieriger Blicke in den Topf und nicht zuletzt dem Wassersaugendem Mörtel dauerte ein Heizen auf circa 680 Grad Celsius schon drei Stunden. Während der ersten Stunde kam nur Wasserdampf aus dem Ofen. Es war auch das erste mal, dass mein Temperatur-Messgerät zum Einsatz kam.
Als nächstes plante ich einen noch größeren und ausgefeilteren Ofen, der auch noch dem Wünsch nach Ästhetik gerecht würde. Dieser Ofen sollte eine Stahlhülle und einen Kachel-Innenraum erhalten. Außerdem sollte der Heizdraht nicht lose auf ein paar Nägeln, sondern auf einem geordnetem Array Blechharken befestigt werden. Parallel zur konstruktion dieses Ofens habe ich auch erste Schritte in Richtung digitaler Temperaturmessung und programmierbarer Heizkontrolle unternommen, das ist aber eine Entwicklung mit noch offenem Ende.
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